Einfach schnell: Bouncerball

Der gegnerische Spieler läuft schnell auf das Tor zu und führt den Ball dabei dribbelnd mit sich. Sein Blick wechselt zwischen Ball und Tor – er scheint sich eine Ecke für den Abschluss auszusuchen. Der Torwart überlegt: Soll er hinaus laufen um den Angreifer am Abschluss zu hindern? Oder sollte er lieber doch nahe am Tor bleiben, um mit einem Hechtsprung den Gegentreffer zu vermeiden?

Der Torwart entscheidet sich für den Gegenangriff, stürmt hinaus und baut sich vor dem Stürmer auf – Die Arme und Beine weit ausgestreckt stellt er sich dem Angreifer. Mit dem langen Schläger in der rechten Hand versucht der Torwart, den Ball im letzten Augenblick zu erreichen. Doch es ist zu spät: Mit einer kleinen Bewegung aus dem Handgelenk lupfte der Stürmer den Ball über den Torwart – geradewegs ins Tor. Der Torwart indessen kollidiert heftig mit dem balllosen Angreifer.

Ein Foul? Mitnichten, ein ganz normales Tor beim Bouncerball. Die junge Sportart, teilweise auch Speedball genannt, ist eben schnell und so manches mal nicht ganz ohne körperlichen Kontakt. Das macht jedoch nichts. Nach dem rüden Bodycheck rappelt sich der Angreifer auf und bejubelt sein Tor.

Bouncerball wird mit ca. armlangen Schlägern sowie einem 8 Zoll durchmessenden Gummiball, welcher mit Luft befüllt ist, gespielt. Der armlange Schläger ist im vorderen Fünftel mit einer Schicht aus Hartschaumstoff umgeben und wirkt somit wie ein übergroßes Hygienestäbchen. Allerdings lässt sich dank dessen Hilfe der leichte Gummiball auf aberwitzige Geschwindigkeiten beschleunigen, welche nicht selten zum „Flattern“ des Balles führen. „Flattern“, das bedeutet, dass der Ball von seiner angenommenen Flugbahn abweicht und unerwartete Wege einschlägt. Gerade für Torhüter ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Der Rest des Spiels ist leicht erklärt: Auf dem Feld befinden sich zwei Mannschaften, deren Ziel es ist, den Gummiball im gegnerischen Tor unterzubringen. Dabei darf der Ball nur mit dem Schläger, der Brust oder dem Kopf berührt werden. Lediglich der Torwart verfügt über die Berechtigung, den Ball innerhalb des Strafraumes mit Händen oder Füßen zu berühren.

Aufgrund der hohen Geschwindigkeit des Balles wird Speedball seinem Namen mehr als gerecht – ein enormes Laufpensum wird bei diesem körperintensiven Sport abgefragt, welches schon so manchen Spieler nach nur 20 Minuten an den Rand seiner Kräfte gebracht hat.

Doch: Trotz der hohen Anforderungen ist die Sportart auch für Einsteiger schnell erlernbar. Da die einzelnen Spiele selten länger als 7 Minuten dauern, ist diese auch für untrainierte Mitspieler geeignet.

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