Blutgruppendiät

Peter J. D’Adamos entwickelte die Blutgruppendiät - er sieht den Weg zur Gesundheit in der Blutgruppe. Bei dieser Ernährungsform wird die Nahrungszusammensetzung durch die Blutgruppe bestimmt. Pro Blutgruppe gibt es drei Kategorien von Lebensmitteln. Sie sind aufgeteilt in „vermeiden, neutral, vorteilhaft“. Damit es dem Abnehmwilligen gelingt, dieses Konzept umzusetzen, werden Rezepte und ein Kochbuch angeboten.

Nach Überzeugung dieser Diät war die Blutgruppe 0 die erste der Blutgruppen. Demnach sollen vor 40.000 Jahre alle Menschen mit der Blutgruppe 0 ausgestattet gewesen sein. Diese Zeit war bestimmt durch das Jagen von Beutetieren und das Sammeln von Früchten und Beeren. Getreide und Milchprodukte waren zu der Zeit nicht bekannt. Menschen mit der Blutgruppe 0 wird also empfohlen, den Verzehr von Milchprodukten und Getreide stark einzuschränken. Mit dem Auftauchen der ersten Landwirte vor ca. 20.000 Jahren entstand die Blutgruppe A. Die Ernährung wurde durch Gemüse und Getreide bestimmt. Fleisch und Milch gehörten allerdings nicht zum Speiseplan. Die Entwicklung der Blutgruppe B soll in Asien von statten gegangen sein. Hier waren hauptsächlich Menschen zu finden, die von der Viehzucht lebten. Also wird der Verzehr von Getreide, Milch und Fleisch für Menschen mit der Blutgruppe B empfohlen.

Die Kombination der Blutgruppen A und B, nämlich AB macht eine Ernährung mit Gemüse und Früchten empfehlenswert. Ernährungswissenschaftler möchten diese Thesen nicht bestätigen und es gibt auch keine fachlichen Untersuchungen, die das Konzept der Blutgruppen-Diät untermauern. Die theoretische Entwicklung der Blutgruppen findet ebenfalls keine wissenschaftliche Bestätigung. Schaut man auf die Äußerungen von Ernährungswissenschaftlern, so ist der Eiweiß-Anteil in der Blutgruppen-Diät teilweise etwas zu hoch. Mögliche Erkrankungen an Gicht oder die Bildung von Harnsäure könnten die Folge sein. Andere Gruppen sollen recht wenige Ballaststoffe enthalten.

Fazit

Die Abnahme mit Hilfe der Blutgruppen-Diät ist sicherlich möglich. Es ist nur schwierig, dieses Ernährungskonzept dauerhaft einzuhalten. Die Lebensmittelauswahl ist stark begrenzt. Wer sich über längere Zeit nach diesen Vorgaben ernährt, könnte von Mangelerscheinungen heimgesucht werden. Für eine lang andauernde Abnahme ist das Konzept zu streng ausgelegt.

D’Adamos empfiehlt diese Ernährungsform auch chronisch Kranken, denen Linderung versprochen wird. Er ist der Meinung, dass die Ernährung mit Lebensmitteln, die nicht auf die Blutgruppe abgestimmt sind zu Gesundheitsstörungen führen kann. Stoffwechselstörungen nennt er hier als häufiges Problem. Die Abstimmung der täglichen Lebensmittel auf die Blutgruppe soll demnach zur Gewichtsreduktion und zum Kurieren dieser Krankheiten beitragen. Bei einem Test durch die Stiftung Warentest fiel dieses Diät-Konzept allerdings durch. Die Benotung war für alle drei Blutgruppen recht schlecht.

Bildquelle: © Thomas Francois - Fotolia.com

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